Kalt und still von Viveca Sten

Buchcover von dtv für Rezensionen freigegeben Ein Krimi vom Polarkreis, das wäre ja was. Wird sich zumindest die schwedische Autorin Viveca Sten gedacht haben.

Man merkt sehr schnell, dass die Geschichte der Auftakt zu einer Reihe sein und die Ermittlerin Hanna Ahlander für längere Zeit etabliert werden soll. Nachdem ihr Dienst in Stockholm eher unfreiwillig – aber natürlich moralisch einwandfrei – quittiert und eine Beziehung unrühmlich beendet wurde, verschlägt es die nun ungebundene Hanna in die verschneite Pampa, wo sie mitten in den laufenden Nachforschungen zu einem Todesfall landet: Die junge Amanda hat ein Luciafest lebend verlassen und anschließend eine Skiliftfahrt in erfrorenem Zustand absolviert.

Alle für eine erfolgreiche Reihe relevanten Protagonisten werden sympathisch sowie mit reichlich außerberuflicher Tiefe gezeichnet und die arktische Landschaft mit intensiver Kälte beschrieben. Der eigentliche Fall büßt dabei keine Aufmerksamkeit ein, bleibt durchgehend spannend und ist plausibel konstruiert.

Ein solider Krimi aus der Kälte.

Kalt und still von Viveca Sten · 512 Seiten · dtv · 2022

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